DOKUMENTATION 1999
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| Start | 05/97 | Setup | 11/97 | |
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Auf dem Stuttgarter Messegelände treffen sich nach ausgiebigen Vorüberlegungen 35 Männer und gründen einen Verein: bwcon.de geht online.
Initialisierer Jörg Menno Harms baut zum Weiterklicken gleich drei Zusatzbuttons ins Startmenü mit ein. Bildung, Öffentliche Verwaltung und Business-on-the-web sollen direkt angesurft und aktiviert werden. |
Kaum am Netz erhöht bwcon.de sein Angebot um drei Arbeitsbereiche, eines davon fürs E-Business.
Zur Beschleunigung des Innovations-Taktes fordern die Mitglieder einen Ideengenerator. Unter dem Projektnamen "Wettbewerb" wird zunächst ein Katalysator für Initiativen entwickelt: In einem virtuellen Bargeld-Fonds sollen Sponsoren reales Cash ablegen. Erfinder, Entwickler und Web-Freaks können dann mit einer innovativen Idee oder Anwendung diese Quelle aufspüren und nutzen. Parallel geht die Vereinsspitze auf Sponsoren-Recherche und die Firma ASKnet definiert die technischen Abläufe für den Wettbewerb. |
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| Install | 06/98 | Run | 07/98 | |
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Die überarbeitete Version des Die Navigation übernimmt Ex-HP-Manager Klaus-Dieter Laidig, der umfangreiche Erfahrung im Durchforsten realer und virtueller Suchpfade aufweist. Der neue Chefnavigator lotst das Projekt zunächst zu den Checkpoints "More Sponsorship", "Venture Capital" und "Mangement Consulting", um mit nunmehr entschieden mehr Power die Fahrt fortzusetzen. |
Während die potentiellen Wettbewerbsteilnehmer noch auf blauer See segeln und/oder surfen und/oder in die Sonne blinzeln, schreibt die Arbeitsgruppe "E-Business Award" am Wettbewerbsprogramm, entwickelt Module, verteilt Aufgaben, entwirft Szenarien, kalkuliert Kosten, definiert Prozesse, schlägt Namen vor, rekrutiert Juroren, setzt Termine und sich selbst unter Druck, schreibt, mailt, diskutiert und staunt, was noch alles zu Ende zu bringen ist: Ausschreibung, Kriterienkatalog, Jury, Plakate, Flyer, Presseinformationen, Porträts, Web-Seiten, Reden, Charts, Briefe, Mailings und und und... | |||
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| Check | 08/98 | 09/98 | ||
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Wegen hochgradiger Aktivitätsverdichtung greift die Arbeitsgruppe in ihrer Organisationsarbeit zu Werkzeugen aus der Chaostheorie und Fuzzy-Logic.
Ziel ist die Echtzeit-Umsetzung aller Wettbwerbs-Module in internettaugliche Formate, ausgenommen die Jury-Mitglieder. Kurzfristige Implementierungen sind rundweg machbar, längere Antwortzeiten benötigt die AG allerdings für den Namen des Awards und steigt dazu in eine Brainstorming-Runde ein. In einem Trial-and-Error-Verfahren werden webkompatible Namen und Figuren modelliert. Ergebnis: CyberOne als Marke und als Plastik. |
Vorhang auf für die Öffentlichkeit: Pressekonferenz. Die Welt erfährt, was bwcon.de sich mit cyberone.de ausgedacht hat. Die Medien tragen die Message ins Land, erste Replies treffen postwendend auf den bwcon- und cyberone-Homepages ein.
Kurz danach landet auch das Mailing bei den vermuteten Teilnahme-Kandidaten. Alle Wettbewerbs-Unterlagen, von der Registrierung über den Business Plan bis zum Wettbewerbsbeitrag müssen via World Wide Web eingereicht werden. Die Teilnehmer bilden eine Online-Gemeinde. Jetzt wächst elektronisch zusammen, was später ein virtueller Club sein wird. |
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| Retrieve | 10/98 | Close | 12/98 | |
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Um im Wettbewerb die verschiedenen Performance-Levels zu erreichen, laden sich rund 100 Teilnehmer in einem eintägigen tatsächlich stattfindenden Seminar ein Lernprogramm herunter.
Geleitet wird der Echtzeit-Know-how-Transfer von Risiko-Kapital-Spezialist Köhler (Technologieholding) und Consultant Landfermann (Baumgartner und Partner). Ziel des wirtschaftswissenschaftlichen Symposiums ist die Verbesserung der Business Plan-Fertigkeiten der Wettbewerbs-Interessenten. |
Kurz vor Weihnachten, etwas mehr als 365 Tage vor Beginn des Jahres 2000, taucht die erste Datumswechsel-Problematik auf. Einige CyberOne-Wettstreiter haben mit der Umstellung auf 1999 ihre Schwierigkeiten. Ihre Einreichungen sind noch nicht ganz fertig. Dabei hatten sie doch mehr als ein Jahr Zeit, denn Internet-Jahre sind kürzer. In ein Kalenderjahr sollen rund sechs www-Jahre passen. Nach gut einem Internetjahr soll nun also abgegeben werden.
So mancher erinnert sich noch an das Prä-Elektronizium, das Zeitalter vor der digitalen Ära: beim Abgeben der Klassenarbeit beharrte man darauf, daß die Stunde erst mit Verklingen der Schulglocke 'rum war. Gleiches Recht für alle: 1999 beginnt erst mit dem ersten Arbeitstag. |
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| Open | 03/99 | Celebrate | 04/99 | |
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Die Juroren geben die letzten Hoffnungen auf. Das Öffnen der online eingereichten Beiträge bringt 66 komplette Inputs auf den Screen. Alle müssen geöffnet und durchgescrollt werden. Denn bereits nach vier Wochen werden aufgrund der Punktevergabe entsprechend der Bewertungskriterien die besten Zehn ermittelt.
Gefragt sind in der Jury jetzt neue Wörterbücher: was heißt B-to-B, CBT, wer besucht wen bei visits, flash, push, hyperlink und screendesign? Die Einreicher scheinen sich auf ihren eigenen Code verständigt zu haben. Dennoch: Alle Beiträge werden decodiert, dechiffriert und den Juroren kommuniziert, egal ob als HTML-File oder Laser-Ausdruck. Mitte Februar stehen die ersten Zehn fest und präsentieren sich Anfang März vor der versammelten Jury. |
Show-Time: Alle feiern alle, denn wer dieses Jahr noch nicht unter die Top Ten kam, kann sich beim nächsten CyberOne mit dem Drücken der Repeat-Taste erneut bewerben.
Kapital für Ideen soll dann auch wieder auf der Menüleiste stehen. Drei der besten Zehn bekommen es jetzt schon und die drei Ersten erhalten zusätzlich eine 3D-Acryl-Version des CyberOne aus den Händen des Ministerpräsidenten. Wer möchte da noch auseinandergehen? Keiner. Deshalb feiern alle Teilnehmer zugleich die Club-Gründung. Treffen kann man sich täglich mehrmals per Visit auf der Club-Homepage, bis dann CyberOne, die zweite, ansteht: April 2000. |
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