Frage:
Die Unternehmensberatung Roland Berger hat dem Land Baden-Württemberg die Bildung eines Clusters "Unternehmenssoftware" empfohlen, um vorhandenes Know-how zu bündeln und auszubauen. Welchen Beitrag kann die Wirtschaftsinitiative bwcon dazu leisten?
Harms:
Wir können vor allem bei den Themen Vernetzung, Zusammenarbeit, aber auch Sichtbarkeit und Vermarktung eine Rolle spielen. Es geht aber noch um mehr: um den bewussten Auf- und Ausbau einer Zukunftsbranche und um eine intensivere Kommunikation zwischen den Akteuren.
Frage:
Wie wollen Sie diese Ziele verwirklichen?
Harms:
Wir würden gerne in enger Abstimmung mit der Landesregierung ein Konzept entwickeln und bei der Realisierung eine aktive Rolle übernehmen. Wir können dann unser existierendes Netzwerk zur Verfügung stellen, dies ausbauen, zusätzliche Plattformen und Aktivitäten entwickeln. Berger nennt das "ein Milieu der Kooperation und Kommunikation" schaffen.
Frage:
Kann bwcon auch Beiträge für die inhaltliche Seite, beispielsweise die Erweiterung der technologischen Grundlagen, leisten?
Harms:
Wir können dafür sorgen, dass die notwendigen Verbindungen unter den entsprechenden Firmen, mit dem Innovationsbeirat des Landes und mit den hiesigen Forschungseinrichtungen belebt und genutzt werden. Technologie ist dabei nur eine Dimension, eine andere ist das Management in Richtung eines aktiven Clusters, also Vernetzung des bestehenden Know-how, nicht zuletzt zwischen den jungen und den bewährten Unternehmen im Lande.