Interview mit bwcon-Vorstandsmitglied Klaus Kuhnle
Seit der Gründung im Mai 1997 ist die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected (bwcon) auf nunmehr über 300 Mitglieder angewachsen. Unternehmen im ganzen Land tauschen ihre Ideen und ihr Know-how in diesem Netzwerk aus und profitieren von der Rolle, die bwcon bei der Standortentwicklung spielt.
Wie können Unternehmen ihre Mitgliedschaft nutzen? Dazu hat Klaus Kuhnle, im bwcon-Vorstand für Mitgliederwerbung und -kontakte zuständig, Antworten gegeben.
Frage:
Welche Unternehmen können von einer Mitgliedschaft bei bwcon profitieren? Richten Sie sich an spezielle Branchen?
Kuhnle:
Die meisten unserer Mitglieder kommen aus den Bereichen IT, Internet und Multimedia. Profitieren können von einer Mitgliedschaft aber Firmen aus allen Branchen, zumindest alle, die sich mit dem Internet beschäftigen, also auch die Anwender. Wir bringen ja einerseits junge und etablierte Unternehmen zusammen, aber eben auch Technologie- und Applikationsentwickler mit Anwendern.
Frage:
Was sind die wesentlichen Vorteile der Mitgliedschaft?
Kuhnle:
Der greifbarste Nutzen für alle ist die Plattform für Kontakte und Begegnungen. bwcon ist ein einzigartiges Reservoir für die Suche nach Geschäftspartnern. Das hat sich schon so weit herumgesprochen, dass ich bereits in München gefragt wurde, ob man hier mitmachen könne.
Frage:
Kann denn auch jemand von außerhalb der Landesgrenzen beitreten?
Kuhnle:
Ja, sicher. Unser Fokus ist Baden-Württemberg. Im Zeitalter der Globalisierung wehren wir uns aber nicht gegen Bewerber aus der Nachbarschaft. Das kann ja auch der erste Schritt zu einer Ansiedlung sein.
Frage:
Sie konzentrieren sich sehr stark auf Internet und E-Business. Fühlt sich da die "Old" Economy auch zu Hause?
Kuhnle:
Ich glaube nicht, dass es diese Trennung gibt - hier New, da Old Economy. Gerade die so genannte "alte" Wirtschaft arbeitet vehement mit den neuen Werkzeugen wie dem Internet und hat ihre E-Business-Schienen aufgebaut. Auf dem letzten E-Capital-Forum hat der Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen berichtet, wie er mit IT und Internet arbeitet. Hier gibt es keine Trennlinien.
Frage:
Die New Economy gibt es also gar nicht?
Kuhnle:
Es gibt natürlich junge und alte Unternehmen, Entwickler und Anwender. Wir bringen sie zusammen, vor allem wenn es um Partnerschaften in der Anwendungsentwicklung oder auch im Vertrieb geht. New Economy ist für mich aber keine Branche, sondern eine Arbeitsweise.
Frage:
Was bietet bwcon seinen Mitgliedern neben Kontakten und Netzwerk noch?
Kuhnle:
Wir bieten Services und Know-how, jetzt zum Beispiel auch Workshops und Tutorials zu Themen wie Marketing und Vertrieb oder Recht und Vertragswesen. Mitglieder mit entsprechender Kompetenz beraten und referieren. Speziell für junge Firmen weitet dies den Horizont, erspart es ihnen, jede schlechte Erfahrung selbst zu machen und ist damit mehr als bares Geld wert.