DOKUMENTATION 2001
| Südwesten als Standort für Unternehmenssoftware
Innovativ wie Silicon Valley |
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Baden-Württemberg ist ein wichtiger Standort für Unternehmenssoftware und -dienste. Mit einem Weltmarktanteil von sieben Prozent ist der Südwesten der kalifornischen IT-Hochburg Silicon Valley dicht auf den Fersen. Baden-Württemberg hat eine so starke Stellung in diesem Segment, dass das Land Weltmarktführer werden kann - so eine Einschätzung der Unternehmensberatung Roland Berger & Partner. Dort hatte das Land eine Studie in Auftrag gegeben, um Vorschläge für Zukunftsinvestitionen zu erarbeiten. |
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Die baden-württembergischen Umsatz- und Wachstums- zahlen für Unternehmenssoftware sind ausgezeichnet: Für das vergangene Jahr ermittelte Roland Berger einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro und damit ein Plus von 20 Prozent gegenüber 1999. Außerdem schafft Unter- nehmenssoftware Arbeitsplätze: Insgesamt über 55.000 Mitarbeiter beschäftigt die Branche derzeit im Land. Verschiedene Faktoren waren daran beteiligt, dass sich Unternehmenssoftware zu einem Aktivposten und auch Exportschlager entwickelt hat. Weltmarktführer SAP trägt dazu mit seiner betriebswirtschaftlichen Standardsoftware einen guten Teil, aber längst nicht alles bei. Zu den Akteuren mit internationalem Renommee gehören auch debis Systemhaus, Atos Origin oder Brokat - um nur die prominenteren der Branche zu nennen. Beachtliche Wertschöpfung erarbeiten aber auch die über 4.000 kleineren und mittleren Software- und Beratungshäuser. Sie haben sich oftmals auf einen bestimmten Bereich spezialisiert, beispielsweise auf Integrationslösungen, Wissensmanagementsysteme oder Software für Shops, Portale oder Marktplätze. Zur Fülle der Unternehmen - dazu zählen sowohl die Etablierten als auch Neu- und Ausgründungen - hat unter anderem das positive Umfeld im Land beigetragen. Dies wird vor allem von der Nähe zur verarbeitenden Industrie, die im Südwesten traditionell sehr stark ist, bestimmt. Die Nachfrage nach Softwareprodukten und Beratung steigt hier in dem Maße, wie Automatisierung von Arbeitsschritten und Datenfluss weiterhin Produktivitäts- fortschritte versprechen. Günstig auf den IT-Standort Baden-Württemberg wirkt sich nach der Roland Berger-Studie die vorausschauende Aus- und Weiterbildungs- politik der vergangenen Jahre aus. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, sollte Baden-Württemberg nach Einschätzung von Roland Berger seine Aktivitäten im Bereich Unternehmenssoftware auf eine Führungsrolle ausrichten. Die Unternehmensberatung empfiehlt hier vor allem Clusterbildung nach dem Vorbild des Silicon Valley. "Es gilt nicht nur Kräfte zu bündeln, sondern zu kooperieren und zu kommunizieren", erläutert Roland Berger seine Empfehlung zur Bildung eines Netzwerkes von privaten und öffentlichen Akteuren.
Nicht erst seit Bergers Studie ist Clusterbildung in Baden-Württemberg ein Thema: Schon heute engagieren sich führende Software- und IT-Unternehmen in der 1997 gegründeten Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected (bwcon) und bilden ein Netzwerk.
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