|
Die Entwicklung des Clusters Unternehmenssoftware wird seit Ende 2001
von
Baden-Württemberg:Connected (bwcon) und dem von der Landesregierung
eingerichteten Beratungsforum Information, Telekommunikation, Software
(bits) vorangetrieben. Seit April 2002 hat bwcon zusätzlich die
Funktion der Geschäftsstelle des Clusters Unternehmenssoftware
übernommen. Von dort aus werden sämtliche Aktivitäten
koordiniert, darunter die inzwischen gestarteten Projekte und Initiativen
wie beispielsweise die Veranstaltungsreihe Forum Unternehmenssoftware,
den doIT-Forschungstag, den doIT-Software Award, und die Entwicklung
eines neuen Forschungsverbunds. "Heute prägt die IT-Branche
den Standort Baden-Württemberg wie kaum eine zweite", so Jörg
Menno Harms, Vorstandsvorsitzender von bwcon. "Die Vernetzung und
Kooperation aller Beteiligten müssen wir allerdings noch weiter
vorantreiben." Ansonsten brauche das Land den Vergleich mit dem
Hightech-Mekka Silicon Valley nicht zu scheuen. Dort entstand im Laufe
der Jahrzehnte ein Hightech-Cluster, eine Geschäftsstelle indes
hat es dafür nie gegeben. "Diese dichte Konzentration unternehmerischer
Tätigkeit ist durch eine ständige Zellteilung der Unternehmen,
fortwährende Ausgründungen und die Vernetzung, ja Einbettung
in die Hochschullandschaft entstanden." In Baden-Württemberg
ist es mit der Konzentration von IT-Unternehmen ähnlich, allerdings
hat die unternehmens- und institutionsübergreifende Vernetzung
noch keine so lange Tradition. "Wir bringen die Menschen zum miteinander
Sprechen," so Harms. Deshalb sollen Impulse von bwcon und bits
die weitere Entwicklung des Clusters Unternehmenssoftware fördern.
Sein Potenzial ist im Südwesten angesichts der Vielzahl renommierter
Hochschulen und Forschungseinrichtungen, der über 5.000 Softwareunternehmen
und der zahlreichen industriellen Anwender enorm.
Forschen im
Verbund
Im Rahmen der Clusterentwicklung soll in den kommenden Monaten ein Forschungsverbund
ausgeschrieben werden. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen
gemeinsam praktische Probleme angehen und neue Wege für die überbetriebliche
Entwicklung und den Einsatz von Unternehmenssoftware erarbeiten. Der
Anwendungsbezug der Forschung soll über die Begleitung durch Unternehmensverbünde
sichergestellt werden, bwcon dient dabei als Kooperationsplattform.
Wie anwendungsorientierte Forschung umgesetzt werden kann, zeigen bestehende
Verbundforschungsprojekte, bei denen bwcon den Transfer der Forschungsergebnisse
in die Wirtschaft unterstützt. Ein Beispiel dafür ist das
Projekt "Kompetenznetzwerk Wissensmanagement", das speziell
kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Orientierung geben
will.
Forschung auf
Partnersuche
Die Bühne für die Präsentation individueller Forschungsprojekte
ist ein in diesem Jahr erstmals stattfindender doITSoftware-Forschungstag.
Junge Wissenschaftler und Forschungsinstitutionen erhalten die Gelegenheit,
aktuelle Ergebnisse im Bereich der Softwareforschung vorzustellen sowie
den Dialog untereinander und mit Unternehmen zu verstärken. Wettbewerb
der Ideen Ergänzend dazu wird in diesem Jahr erstmals der doIT-Software-Award
vergeben, der innovative und kreative Lösungen im Software-Bereich
prämiert. Ein solcher Wettbewerb kann jungen Wissenschaftlern die
notwendigen Mittel an die Hand geben, ihre Forschungsarbeiten zu aktuellen
Fragestellungen weiter zu intensivieren sowie die Ergebnisse anderen
Forschungseinrichtungen aber auch den Unternehmen zu kommunizieren.
Tipps für
die Praxis
Die stärkere Vernetzung und der intensive inhaltliche Austausch
zwischen den bwcon-Mitgliedern und Unternehmen, unter anderem im Cluster
Unternehmenssoftware, ist das Ziel der fünf Special Interest Groups
(SIG), die im Laufe der letzten Monate gegründet wurden. Auch für
Nicht-Mitglieder zugänglich sind die Veranstaltungen des Forums
Unternehmenssoftware, das sich mit spezifischen Frage- und Problemstellungen
der Branche, wie beispielsweise dem Management von Softwareentwicklungsprozessen
befasst. Angesprochen sind damit die rund 5.000 Softwareunternehmen
im Land, aber auch Anwender. Denn nach wie vor gibt es große Unsicherheiten
im Verständnis von und Umgang mit Software, vor allem im Mittelstand.
Mittelstand
im Netz
bwcon beteiligt sich mit seinem Know-how und seinem Netzwerk auch an
Initiativen anderer Institutionen, die der Clusterentwicklung weitere
Impulse geben. Dazu zählt die Internetplattform ebigo.de, eine
Initiative für den Mittelstand, die vom Wirtschaftsministerium
Baden-Württemberg gefördert und von den Kammern, Verbänden
und der MFG Medienentwicklung Baden-Württemberg getragen wird.
Laut Umfrage des Kompetenzzentrums Electronic Commerce Schwaben ist
nur rund die Hälfte aller mittelständischen Unternehmen gut
über E-Business und Internet informiert. Mit ebigo.de erhält
der Mittelstand die Möglichkeit, genau diese Informationslücken
zu schließen, wie auch beispielsweise mit dem Beratungs- und Veranstaltungsangebot
von
bwcon.
Im bwcon-Terminkalender
für die kommenden Monate drängen sich dann auch Veranstaltungen,
die interessante Themen im Bereich Unternehmenssoftware beleuchten und
den Mitgliedern und anderen Interessenten wertvolle Tipps und die Möglichkeit
zum inhaltlichen Austausch geben - unter anderem am 22. Mai die Vorträge
mit anschließender Diskussion zum Thema "Dienstleistungen
und Software: Neue Geschäftsfelder erschließen" in der
Veranstaltungsreihe Forum Unternehmenssoftware. Alles in allem verspricht
das Jahr 2003 auch in der zweiten Hälfte ein ausgesprochen aktives
und ereignisreiches Jahr für bwcon zu werden. Einige Initiativen
und Projekte im Rahmen der Clusterentwicklung, beispielsweise der Forschungsverbund,
stecken noch in den Kinderschuhen. Bei anderen, wie dem doIT-Award,
steht eine spannende Premiere bevor. Fest steht damit eines: bwcon gibt
der Wirtschaft im Südwesten Impulse und macht mit seinem Beratungs-
und Veranstaltungsangebot die Unternehmen leistungsfähiger.
Ansprechpartener:
Kay-Uwe Clemens
clemens@bwcon.de
|