DOKUMENTATION 2003

Im Interview

Prof. Dr. Armin Heinzl, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Mannheim engagiert sich für die Clusterentwicklung Unternehmenssoftware und einen in der Konzeption befindlichen Forschungsverbund.

Frage:
Die Clusterbildung soll den Wirtschaftsstandort attraktiver machen. Was bringt der Cluster Unternehmenssoftware für Baden-Württemberg?

Heinzl:
Kaum jemand weiß, dass Baden-Württemberg mit über 5.000 Unternehmen in der IT- und Softwarebranche weltweit als IT-Region den zweiten Platz hinter dem Silicon Valley in Kalifornien bei Unternehmenssoftware einnimmt. Die Masse allein ist jedoch nicht ausschlaggebend für den Erfolg einer Region. Für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg ist es wichtig, sein Know-how und seine Innovationskraft zu bündeln und Strategien zu entwickeln, wie man gerade gegen die Konkurrenz aus den Schwellenländern bestehen kann. Dabei ist nicht Einzelkämpfertum gefragt, sondern die Bereitschaft der Unternehmen zur Kooperation untereinander und mit den Hochschulen und Forschungsinstituten. Der Cluster Unternehmenssoftware unterstützt die Unternehmen genau dabei.

Frage:
In welchen Projekten im Rahmen des Clusters Unternehmenssoftware engagieren Sie sich?

Heinzl:

Zum einen bin ich Moderator des bwcon-Ausschusses Unternehmenssoftware, der an Strategien für die Unterstützung der Unternehmen am Standort arbeitet. Ein weiteres zentrales Projekt beim Aufbau des Clusters Unternehmenssoftware ist der Forschungsverbund, an dessen Planung ich als Hochschulvertreter im Rahmen der Arbeitsgruppe Unternehmenssoftware des Landes maßgeblich beteiligt bin. Ziel des Forschungsverbunds ist die gemeinschaftliche und arbeitsteilige Entwicklung und Nutzung von Unternehmenssoftware. Gerade deshalb ist im Gegensatz zu anderen Forschungsverbünden die Begleitung der Forschungseinrichtungen durch Unternehmen explizit erwünscht. Um den Verbundcharakter zu unterstreichen, legen wir außerdem bereits bei der Konzeption großen Wert auf die Vernetzung der einzelnen Projektbeteiligten.

Frage:
Welche Impulse kann bwcon der Clusterentwicklung geben?

Heinzl:

bwcon hat die wichtige Funktion eines Moderators zwischen Politik und Wirtschaft. Die Wirtschaftsinitiative schafft eine Plattform für eine Gruppe von Unternehmen, die gemeinsam eine Zukunftsvision für den IT- und Hightech- Standort Baden-Württemberg entwickeln. Die Dynamik, die dabei entsteht, kann durch die Nähe zur Politik und den verantwortlichen Ministerien direkt in Maßnahmen zur Förderung des Standorts umgesetzt werden. Darüber hinaus fungiert bwcon als Transferplattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die Wissenschaft kann sich mit ihrer Forschung somit an den tatsächlichen Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren und die Wirtschaft kann auf die Ressourcen der Hochschulforschung zurückgreifen.


bwcon dankt seinen Sponsoren und Partnern für ihre Unterstützung.

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