Analysen in Echtzeit mit Hilfe von künstlicher Intelligenz

Es gibt bereits viele effiziente Tools, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Algorithmen entwickeln – doch bei der Implementierung in die bestehenden Prozesse eines Unternehmens entsteht eine Lücke, die es zu füllen galt. Das dachte sich der Hauptgründer von 5Analytics vor einigen Jahren. Er hatte im Bereich Künstliche Intelligenz promoviert und konnte zwei Bekannte von seiner Idee begeistern. Gemeinsam gründeten sie 5Analytics.

Kernprodukt ist die Softwareplattform 5Analytics ADA, die es erlaubt komplexe statistische Analysen und künstliche Intelligenz-Methoden in kürzester Zeit zu entwickeln und in Echtzeit auszuführen.

5Analytics hilft Kunden, die bereits einen Algorithmus für ihre Prozesse haben, diesen in die operativen Prozesse einzubinden und jederzeit zur Verfügung zu stellen. Für kleinere Firmen bieten sie zudem an, den passenden, maßgeschneiderten Algorithmus für deren Prozesse zuvor zu entwickeln.

Die Firma entwickelt für Kunden, die bereits einen Algorithmus für ihre Prozesse haben, eine Software, die in Echtzeit Analysen durchführen und Ergebnisse liefern kann. Für kleinere Firmen bieten sie zudem an, den passenden, maßgeschneiderten Algorithmus für deren Prozesse zuvor zu entwickeln.

Einige große Unternehmen konnten die Gründer bereits von ihrem Betriebssystem überzeugen. Ihr erster großer Kunde, Telefónica, hatte bereits Algorithmen entwickelt, die aufgrund von Social Media-Analysen die Kaufbereitschaft der Kunden auswerten und Einflussfaktoren von Kündigungen oder Ähnlichem ermitteln konnten. Dank des Betriebssystems von 5Analytics ist es Telefónica nun möglich, diese Analysen nicht mehr nur im Nachhinein, sondern in Echtzeit zu erfassen und entsprechend darauf reagieren zu können. Prinzipiell ist die Software von 5Analytics dazu da, künstliche Intelligenz so zu operationalisieren, dass Prozesse effizienter ablaufen oder überhaupt erst möglich gemacht werden können.

Nummer 5 lebt – ein intelligenter Roboter als Namensgeber

Die Gründer konnten nach etwa einem Jahr Vorgründungsphase bei ihrer Gründung im Frühjahr 2016 mit einem fertigen Produkt an den Markt gehen. So konnte das junge Unternehmen ihr Betriebssystem und ihre Dienstleistung direkt an Kunden verkaufen. Nun soll die Software weiterentwickelt werden.

Neben den drei Gründern, die aus den Bereichen Informatik, Physik und Marketing kommen, arbeiten inzwischen insgesamt neun Mitarbeiter bei 5Analytics, die weitere Bereiche wie den Vertrieb, die Software-Entwicklung und die Entwicklung von KI-Algorithmen abdecken. Wichtig bei ihrer Arbeit ist die Schnittstelle zwischen den Kunden und den Software-Entwicklern, denn es gilt bei jedem neuen Kunden zunächst den Bedarf zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. 5Analytics begleitet seine Kunden langfristig und macht so neue Prozesse in den jeweiligen Unternehmen möglich.  Inzwischen decken sie mit 12 zahlenden Kunden alle möglichen Branchen ab und bedienen sowohl mittelgroße als auch ganz große Firmen.

Und der Name des Unternehmens? Der ergibt sich aus Analytics – dem Bereich, in dem 5Analytics tätig ist. Für die Zahl 5 davor ist der Film „Nummer 5 lebt“ aus den 1980er-Jahren verantwortlich. Der Lieblingsfilm des Hauptgründers handelt von einem Roboter, der vom Blitz getroffen zu einem intelligenten Wesen wird. Der Roboter Nummer 5 ist eindeutig auch im Logo des Unternehmens erkennbar.

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Nachgefragt!

Was war Ihr größter Erfolg bisher?
Die Zusage von Telefónica unser Kunde zu werden. Das war zum Jahreswechsel 2016/2017. Da war die Firma gerade mal ein dreiviertel Jahr alt. Das war ein toller Erfolg!

Gab es schon Rückschläge?
Jeden Tag! Kleine Rückschläge gibt es jeden Tag… Aber es gab keine großen Rückschläge, die uns sehr getroffen haben. Aussagen von potentiellen Kunden wie „Das haben wir schon“, „Sowas brauchen wir nicht“ haben wir öfter gehört. Das ist immer nicht schön, gehört aber auch dazu. Schließlich ist das Thema Digitalisierung noch nicht in jedem Unternehmen angekommen.

Wo soll die Reise hingehen? Was ist das langfristige Ziel?
In nächster Zeit möchten wir erste internationale Kunden in Österreich und der Schweiz gewinnen. Später möchten wir unsere Aktivitäten nach West-Nord-Europa ausweiten. Außerdem wollen wir gerne sehr bald so viel Umsatz generieren, dass ein positives Ergebnis erreicht wird und wir Gründer uns zum ersten Mal auch ein Gehalt auszahlen können.

Welche Erwartungen haben Sie an Ihre Teilnahme beim CyberOne?
Uns geht es vor allem um mehr Bekanntheit und darum, unseren Kundenkreis zu erweitern. Es ist immer von Vorteil, wenn man mit seiner Geschäftsidee Auszeichnungen erhält oder erfolgreich an Wettbewerben teilnimmt. Das können wir als Marketingaktivität für uns sehr gut nutzen. Vor allem die öffentliche Wirksamkeit, die der CyberOne mit sich bringt, ist sehr wichtig für uns.